Am 01. August konnten Günter und Maria Merker aus Wasserburg am Inn das seltene Jubiläum der Diamantenen Hochzeit feiern. Günter Merker kam als Flüchtling mit seinen Eltern und drei weiteren Geschwistern im Jahre 1946 nach Gleißenberg und wurde bei dem zwischenzeitlich verstorbenen Landwirt Josef Klein sen. (vulgo Hoibauern) einquartiert. Einige Zeit musste er bei der Gemeinde unter anderem Essensrationen verteilen und durch die damalige Amerikanische Besatzungsmacht wurde Merker dann als Transportarbeiter verpflichtet und kam so nach München, wo er seine Gattin Maria kennenlernte. Am 01. August 1947 wurden dann beide vom damaligen Bürgermeister Alois Feiner, der von 1945 bis 1956 amtierte, standesamtlich getraut. Die Trauung wurde in der Wohnküche des Anwesens Feiner (vulgo Schneidermicherl) vollzogen und der Bürgermeister ist - wie es damals so üblich war - mit Gummistiefel und Vorbinder erschienen. Die kirchliche Trauung fand am Tag darauf in dem heutigen Rathaus statt. Da Günter ein Protestant und Maria eine Katholikin waren, durften beide in der Gleißenberger Kirche nicht getraut werden. Es ist damals eigens ein evangelischer Pfarrer aus Furth im Wald angereist. Günter Merker bekam später eine Anstellung bei der Versicherungskammer Bayern und er lebte mit seiner Gattin 40 Jahre in München, ehe sie sich zu ihrem wohlverdienten Ruhestand in Wasserburg am Inn niederließen. Beide sind nun 82 Jahre alt und all die Jahre schaute das Ehepaar immer wieder im 'Bayerischen Meran' vorbei. Für ihren 60. Hochzeitstag haben sie sich in der Ferienwohnung im Haus Burgstallblick bei Rosmarie Weihrauch eingemietet, welche sie über alles loben. Das unvorstellbar rüstige Paar ist selber mit dem Auto angereist und als Begleitung haben sie Inge Weißenrieder dabei. Es ist eine der beiden Zwillingsschwestern von Günter Merker, die damals über sechs Jahre in Gleißenberg wohnte. Die Heimatzeitung wünscht dem Jubelpaar alles erdenklich Gute und noch viele gemeinsame sowie gesunde Ehejahre.
 Die Diamanthochzeit feierten Maria (r.) und Günter Merker zusammen mit Inge Weißenrieder (l.) im Haus Burgstallblick.
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